Speicherbecken Nebelschütz

Gewässergröße: 16,5 ha

Anfahrt: Von Dresden aus auf der Autobahn Richtung Bautzen/Görlitz, Abfahrt Burkau, weiter Richtung Kamenz über Elstra-Miltitz-Nebelschütz.
Der See liegt direkt an der neuen Kamenzer Ortumgehungsstrasse

Hauptfischarten: Aal, Hecht, Karpfen, Wels, Zander, Weißfische

Das direkt an der neuen Orts-Umgehungstrasse von Kamenz gelegene Speicherbecken bietet einen guten Zugang, man kann mit dem Auto bis in Ufernähe fahren, von dort aus ist der Uferbereich fast rundherum begehbar.
Entlang des kleinen Weges am Ufer befinden sich genügend Angelstellen, die alle größtenteils links und rechts von Schilf gesäumt sind.

 Stellenweise hat man freies Feld hinter sich, was sich beim Auswerfen positiv bemerkbar macht, wo es aber jedoch auch sehr zieht.
Der See selber ist relativ frei von Wasserpflanzen und Kraut, beim Grundangeln kam es kaum zu Hängern.
Es gibt jedoch im Gewässer massenhaft Muscheln und Krebse. Diese machten sich an allen Ködern zu schaffen, die sich auf Grund oder in Grundnähe befanden. Selbst große Köderfische waren nach ca. 20min von ihren Augen befreit und bis zur Hauptgräte abgenagt. Das erschwert die Grundangelei erheblich.
Laut ansässigen Angelfreunden soll das Gewässer gut mit Welsen, Hechten und Zandern bestückt sein.
Ansonsten macht das Gewässer einen sehr ordentlichen, gepflegten und erfolgversprechenden Eindruck.

Achtung!! Wichtiger Hinweis!!

 

Mitteilung zum Speicherbecken Nebelschütz
Aufgrund des Hochwassers im Sommer 2002 wurde am 14. November 2002 ein Gesetz zur Erleichterung des Wiederaufbaus und zur Verbesserung des Hochwasserschutzes erlassen. In der Folge führte dies auch zu  weitreichenden Veränderungen im Sächs. Wassergesetz .
Das Speicherbecken Nebelschütz ist als Hochwasserrückhaltebecken gemäß Sächs. Wassergesetz,
§ 99eingestuft worden. Der Freistaat Sachsen, vertreten durch die Landestalsperrenverwaltung, ist demzufolge für Planung, Bau, Betrieb und Unterhaltung entsprechend §§ 85, 86 zuständig. Vor diesem Hintergrund erfolgte im Dezember 2004 der formale Übergang der Zuständigkeiten für die Stauanlage vom ehemaligen Betreiber Gemeinde Nebelschütz an den neuen Anlagenbetreiber, die Landestalsperrenverwaltung
Eine durch die Landestalsperrenverwaltung veranlasste Bestandsaufnahme des Speichers hat ergeben:
-      dass die Reguliereinrichtungen (Schieber) am Grundablass nicht bzw. nur zu 30 % bedienbar       sind
-      die Leistungsfähigkeit/ Abflussleistung der vorhandenen Betriebseinrichtungen ist bei           ........Auftreten größerer Hochwasserzuflüsse völlig unzureichend 
-      bereits bei Hochwasserereignissen > HQ 200 erfolgt die Überflutung des Dammes
Kurzfristig ist ein Ablassen des Speicherbeckens erforderlich.
Notwendige Reparaturmaßnahmen sollen veranlasst werden.
Mit den Beteiligten wurde abgestimmt, das Wasser kontinuierlich abzulassen, wobei wegen dem nur noch eingeschränkt zur Verfügung stehenden Grundablassquerschnitt eine zusätzliche Pumpleitung vorübergehend installiert bzw. betrieben werden soll.  Das bedeutet, dass wenn kein Wasser nachfließt, sich der Wasserstand beginnend in der 50. KW um ca. 10 - 30 cm pro Tag verringert. Damit die Fische den Winter Überstehen, wird bei einem Beckenwasserstand von ca. 3 m das Wasser gehalten. Die Abfischung ist für den Monat März 2006 geplant. Die Fische werden in umliegende Angelgew¹sser sowie u.a. in die Talsperre Wallroda und Talsperre Bautzen umgesetzt.
Zur Zeit befinden sich zwei grundsätzliche Varianten in der Diskusion, das Speicherbecken Nebelschütz nach der Sanierung zu betreiben:
1.1.     Es bleibt leer als sogenanntes Grünbecken und wird vom Jauerbach durchflossen
2.2.     Es wird ein Teildauerstau mit einem noch nicht zu definierenden Wasserstand eingerichtet.
Diese Aussagen beruhen auf Vorbetrachtungen, zum gegebenen Zeitpunkt wird auf der Grundlage qualifizierter Untersuchungen bzw. Planungen und unter Berücksichtigung der Stellungnahmen Betroffener bzw. T…B über die künftige Betriebsweise am Speicher bzw. Hochwasserrückhaltebecken Nebelschütz entschieden.
Mitteilung erstellt:
Carola Stilec, Florian Gutsche